Absolut-Relativ
22.11.2011
Absolut-relativ stellt das größte Verständnisproblem für das menschliche Denken dar. Es erhöht sich noch dadurch,
daß es gar nicht als Problem angesehen wird: "Das ist doch klar!". Natürlich ist der prinzipielle Unterschied zwischen
absolut und relativ klar, jedoch: wie erkennt man absolut und relativ in Naturerscheinungen? Was von diesen
Erscheinungen ist absolut und was relativ? Daß sich die Sterne am Firmament nur relativ zu uns bewegen ist eine
Erkenntnis, für die es Jahrtausende brauchte. Daß sich die Luft in gleicher nur relativer Art an einem Radfahrer oder
Auto oder Flugzeug vorbei bewegt, ist von der Lehr-Aeordynamik seit nunmehr schon einhundert Jahren immer noch
nicht erkannt.
Für Naturgeschehnisse auf der Erde gilt ihre Oberfläche als absoluter Bezugspunkt. Ein absoluter Bezugspunkt
versteht sich als definitiv ruhend. Definitiv wird die Erdoberfläche als ruhend betrachtet, obwohl sie sich durch
die Erdrotation und Erdbahnbewegung um die Sonne bewegt. Für Geschehnisse außerhalb der Erdoberfläche wie z. B.
der Bewegungen der anderen Planeten und der Sonne ist die Erdoberfläche nicht mehr der absolute Bezugspunkt,
sondern ein nur relativer. Für den gesamten Kosmos hat Einstein postuliert, daß es überhaupt keinen absoluten
Bezugspunkt mehr gäbe: "Alles ist relativ!". Einstein sah das aber nur für die Suche nach einem für alles im Kosmos
geltenden Bezugspunkt so.
Da es nach Einstein keinen Fixpunkt für die Welt gibt, gäbe auch kein absolut mehr. Das würde aber nicht
funktionieren und ein kosmonaler Bezugspunkt wird für die Newton´sche Physik auch nicht gebraucht. Jedes
Naturgeschehen stellt mit seinem Koordinatensystem für seinen Einflußbereich einen Bezugspunkt dar. Dieser
definiert absolut und relativ. Absolut und relativ bestehen also separat für alle in der Natur vorkommende Abläufe.
Diese sind Geschehnisse, die nach jeweils einem Funktionsprinzip von einer Ursache zu einer Wirkung ablaufen.
Alle haben für sie gültige Koordinatensysteme, in denen sich deren Funktionsprinzipien offen zeigen. Diese
Koordinatensysteme nennen sich die natürlichen Koordinatensysteme. Sie müssen allerdings ermittelt werden und
dürfen nicht einfach nach Zweckmäßigkeit oder gar Gutdünken gewählt werden. Das natürliche Koordinatensystem
eines Naturgeschehens definiert sich auch als das, in dem die geschehensrelevanten Zustandsgrößen explizit vorliegen.
Diesen Koordinatensystemen gegenüber sind die Bewegungen der geschehensbeteiligten Größen absolut. Damit ergibt
sich der Gültigkeitsbereich von absolut und relativ:
Absolut und relativ gelten nur begrenzt und nur in natürlichen Koordinatensystemen von Naturgeschehen
Ein absolutes absolut für alles gibt es nach Einstein nicht. Aber nur noch nicht, Einstein hat die Physik ja nicht
abgeschlossen. Allerdings verhält sich die deutsche Lehre so, als ob das so wäre. Werden innerhalb eines Geschehens
Beobachtungen von ihm zugehörigen, gegenüber seinem natürlichen Koordinatensytemen bewegten, Teilen auf
die anderen gemacht, so sind diese relativ. Damit ergibt sich die Definition für relativ:
Relativ ist aus der Bewegung gesehen
Bewegung versteht sich dabei gegenüber dem natürlichen Koordinatensystem. Eine Bewegung des gesamten
Geschehens mit seinem natürlichen Koordinatensystem ist für das Geschehen ohne Bedeutung. Jedes Geschehen
gilt als ein Inertialsystem. Für alle Geschehen auf der Erde wird deren Oberfläche als dafür geltendes gemeinsames
natürliches Koordinatensystem benutzt. Für die allermeisten Geschehnisse auf ihr ist das auch richtig, aber eben
nicht für alle.
Ein Fahrrad und ein Auto und die Masse eines Flugzeugs bewegen sich gegenüber der Erdoberfläche absolut.
Gegenüber der Luft bewegen sich Radfahrer, Auto und Flugzeug bei Winstille auch absolut. Aber: sie
bewegen sich und nicht die Luft, was der Fahrtwind aber anders erscheinen läßt. Und zum wiederholten
Male fiel der Mensch auf sein subjektives Gefühl herein: er würde vom Fahrtwind angeströmt. So, als ob
sich die Luft bewege. So glaubt er es auch, obwohl er es andererseits aber besser weiß. Genau so wenig aber,
wie sich die Sterne nicht um ihn drehen, strömt auch die Luft nicht an ihm vorbei, ob er
auf dem Fahrrad sitzt oder im Auto oder im Flugzeug. Ansonsten müßten sich ja auch die Straße mit der ganzen
Landschaft unter ihm auf dem Fahhrrad oder Auto oder Flugzeug vorbei bewegen. Selbstverständlich tun
sie das nIcht, sondern er bewegt sich! Das weiß er sogar, handelt aber anders: verwendet die Strömung
der Luft als absolute Bewegung und gebärt daraus Theorien, wie z. B. eine dadurch falsche Flugtheorie. Immer
aufs Neue vergißt der Mensch, daß er sich bewegt und damit eine nur relative Sicht einnimmt, die natürlich
entsprechend falsch ist. Der Mensch erkennt zwar gewisse richtige Dinge an, setzt sich dann aber trotzdem mit
seinem subjektiven Gefühl darüber hinweg. Er gestaltete extra den Ausdruck Fahrtwind als relativen Wind, um
ihn von echtem Wind unterscheiden zu können, und nimmt den Fahrtwind dann trotzdem als echten Wind, also
Strömung für ein Geschehen, das Fliegen. Dabei ist Fahrtwind eine nur relative Erscheinung, nur aus seiner
Bewegung gesehen, also nicht eine wirkliche Strömung, sondern eine nur fiktive. Sie ist demnach auch eine invariante,
vom Koordinatensystem abhängige Grüße. Relatives, damit Fiktives und Invariantes, ist in der Natur jedoch
nichts wirksames, darf somit in physikalischen Theorien gar nicht enthalten sein.
Ein Pilot (Radfahrer, Autofahrer) sieht nur seine Bewegung an der Luft (Landschaft, Straße)
Ein Mensch sieht ein Flugzeug durch die ruhende Luft fliegen. Die ruhende Luft ändert sich auch dadurch nicht,
wenn er dann in das Flugzeug einsteigt: die Luft bleibt in Ruhe! Ein Bernoullieffekt kann nur entstehen, wenn Luft
ein Energiegefälle hat, mit dem sie Zustandsänderungen in sich bewältigen kann. (Das
Energiegefälle ist ein Temperaturgefälle, kein Druckgefälle.)
Bewegungen von Objekten auf der Erde sind für das Koordinatensystem Erdoberfläche absolut. Beobachtungen
von bewegten Objekten aus sind relativ. Für das Fliegen bedeutet das, daß an Flugzeugen keine Luft entlang
strömt, es ist nur der Fahrtwind, also eine nur fiktive Strömung. Auf Grund dieser Nicht-Strömung
kann in der Luft durch die Vorwärtsbewegung des Flugzeugs auch kein Bernoulli-Effekt entstehen, der setzt
nämlich eine absolute Strömung mit abnehmendem Druck in Strömungsrichtung voraus.
Fliegen ist, daß eine Luftkraft durch Manipulation der Luft durch die Flügel erzeugt werden muß. Dazu bewegen die
Flügel durch ihre geometrische Anstellung nach dem Prinzip der schiefen Ebene Luft nach unten, wodurch sie
von der dadurch in Bewegung versetzten Luftmasse eine Rückstoßkraft erhalten, die Luftkraft heißt. Dazu muß sich
der Flügel mit entsprechender Geschwindigkeit durch die Luft bewegen: der Flügel durch die Luft und nicht
umgekehrt! Das sich die Luft am Flugzeug vorbei bewege fühlt ein Pilot im Flugzeug so und es ist auch real,
aber eben nicht absolut, also nicht wahr, sondern nur relativ, aus der Bewegung gesehen. Real ist kein in der Physik
definierbarer Begriff.
Das natürliche Koordinatensystem des Fliegens ist die Luftmasse, in der ein Flugzeug fliegt. Ihr gegenüber
muß das Flugzeug eine bestimmte Geschwindigkeit haben. Ob ein Flugzeug fliegt oder nicht, bestimmt sich
ursächlich dadurch, ob es gegenüber der Luft die entsprechende Geschwindigkeit besitzt. Damit ist die
Luft der Bezugspunkt und stellt für das Fliegen das natürliche Koordinatensystem. Die
ursächliche und invariante physikalische Größe für das Fliegen ist die Geschwindigkeit, mit der
Luftmasse nach unten beschleunigt wird.
Nun ist ein Flugzeug aber doch nicht ganz von der Erdoberfläche an die Luft entlassen. Bei Wind bewegt sich das
Koordinatensystem des aerokinetischen Geschehens (des Flug-Inertialsystems) mit ihm mit. Für die Luftkräfte
bleibt damit der Flugfunktionismus erhalten, nicht aber die Auswirkungen aus der Trägheit der Flugzeugmasse.
Bei Windstille gibt es keine Unterschiede. Bei Wind aber muß ein Flugzeug seine Geschwindigkeit gegenüber
der Luft konstant halten und nicht gegenüber der Erdoberfläche! Das natürliche Koordinatensystem
für Massenkräfte ist aber nach wie vor die Erdoberfläche! Die Flugzeugmasse muß sich also
während eines Vollkreises bei Richtung gegen den Wind verzögern und in Richtung mit dem Wind
beschleunigen. Das führt zu Unregelmäßigkeiten in Fluggeschwindigkeit und Flughöhe. In
Bodennähe bei Umkehrkurven in den Mitwind hinein wird ein Flugzeug unvorhergesehen langsamer, was schon
zu tödlichen Abstürzen führte, die dann regelmäßig als Pilotenfehler eingeordnet werden,
da dieser Effekt der Lehre noch nicht bekannt ist.
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